Die Freiheitliche Jugend

FPÖ-Kundgebung am 11. November 2011: Ansprache von Michael Demanega
Montag, 14. November 2011 um 18:31 Uhr

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Werte Anwesende, Tiroler Landsleute, werte Vertreter der FPÖ!

Vor 93 Jahren wurde Südtirol vom Vaterland Österreich abgetrennt. Vor 93 Jahren hat man uns einem fremden Staat einverleibt. Vor 93 Jahren wurden die Grundlagen gelegt, um dieses Land zu italianisieren. Dass es schließlich anders kam, ist Tirolerinnen und Tirolern zu verdanken, die entgegen allem Unrecht und entgegen aller Unterdrückung immer am Wesentlichen festhielten: Dass wir nämlich Deutsche und Ladiner sind und keine Italiener und dass unser Vaterland ein anderes ist.

Heute soll angeblich alles anders sein. Das will man uns so vormachen. Am grenzenlosen Europa sei nicht mehr zu rütteln. Und die Autonomie sei das Ende der Geschichte, über das nicht hinausgedacht werden dürfe.

Auf der anderen Seite schaut die Realität aber anders aus. Ganz Europa diskutiert offen über Staatsbankrotte, über Euro-Austritte und über verschiedene Euro-Zonen. Auch die Zuwanderung stellt vieles in Frage. Europa ist in Bewegung und Südtirol sollte sich auch in Bewegung setzen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Wir werden unserem Anspruch als Tiroler und Tirolerinnen des 21. Jahrhunderts nämlich nur dann gerecht, wenn wir endlich mit einem Staat brechen, dem wir weder historisch, noch kulturell und schon gar nicht gefühlsmäßig angehören können. Sollte es nicht Kennzeichen eines freien und modernen Europas sein, dass es an den Menschen liegt, zu entscheiden, welchem Staat sie angehören wollen?

Ob Freistaat oder Rückgliederung. Ohne Österreich wird es keine Lösung geben. Wir sind auf unser Vaterland angewiesen! Wir sind deshalb gut beraten, uns damit auseinander zu setzen, was im Vaterland politisch passiert und inwiefern Südtirol in der österreichischen Politik überhaupt noch eine Rolle spielt. Überblickt man die parteipolitische Landschaft in Österreich, fällt eigentlich auf, dass Südtirol nur noch auf Seiten der österreichischen Freiheitlichen ein ausdrückliches Interesse erfährt. Sicherlich: Es gab auch dort Zwischenfälle. Doch die sind vorbei. Darüber hinaus war Südtirol für die Freiheitlichen in Österreich immer eine Herzensangelegenheit. Dafür gebührt ihnen Dank. Alle anderen Parteien interessiert Südtirol hingegen nur am Rande. Sie haben sich längst mit den Machtverhältnissen in Europa arrangiert.

In einer Zeit, in der die Freiheitliche Partei Österreichs großen Aufwind verspürt und ein immer entscheidenderer Faktor in der österreichischen Politik wird, ist das auch die große Chance für Südtirol. Wir wissen: Wenn wir in Südtirol die Weichen stellen für ein unabhängiges und freies Südtirol, dann gibt es in Österreich einen starken Partner, der uns mit diesen Anliegen nicht alleine lässt. Nur nutzen müssen wir diese Gelegenheit. Und zwar in absehbarer Zeit und nicht irgendwann. Irgendwann wird es nämlich zu spät sein. Dann haben wir alles verloren. Dann haben wir vor der Geschichte versagt. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen. Dieser Abend soll deshalb Anregung und Ansporn sein für eine Zukunft ohne Italien. Denn es liegt an uns und nur an uns, über unsere Zukunft zu bestimmen. In diesem Sinne: Dem Land Tirol die Treue!

Ansprache von Landesjugendsprecher Michael Demanega anlässlich der FPÖ-Kundgebung "Dem Land Tirol die Treue" mit HC Strache am 11. November 2011 in Neumarkt

 
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