Die Freiheitliche Jugend

Hat Messner mehr Rechte als „irgendein Bürger“?
Mittwoch, 22. Juli 2009 um 15:13 Uhr

arnold-kemenater_fj_63Anscheinend wird in der Bozner Ratsstube mit zweierlei Maß gemessen, denn während ein normaler Bürger oft vergebens auf einen Termin warten muss, um Hilfe zu bekommen, braucht Herr Messner nur mit den Fingern zu schnippen und der Bozner Bürgermeister kommt daher gerannt. Alleine die Aussage, dass Herr Messner nicht „irgendein Bürger“ sei und er deshalb eine Sonderbehandlung bekommen würde, ist der absolute Gipfel der Frechheit.

Hier sieht man wieder, dass man in diesem Land nur als Privilegierter und durch Vetternwirtschaft etwas erreichen kann. Normalerweise müsste auch Herr Messner – wie jeder normale Bürger – nach einem Termin fragen und sollte mit dem zuständigen Amt sprechen – nicht mit dem Bürgermeister persönlich auf eine „Spezialeinladung“ hin. Oder ist der Herr Bürgermeister jetzt so bürgernah, dass er sich persönlich um die einzelnen Probleme der Bozner Stadtbevölkerung kümmert?

Dann hoffe ich, dass ab morgen ein jeder Bürger ein Vieraugengespräch mit dem Bürgermeister führen kann. Wahrscheinlich ist das aber nicht der Fall und es zeigt sich hier einmal mehr, dass in Südtirol nicht jeder Bürger die gleichen Rechte hat. Es muss endlich Schluss sein mit diesem „Privilegienstadl“, denn auch in Bozen finden im Jahr 2010 Wahlen statt und die Bevölkerung kann dann endlich wieder zeigen, ob sie mit diesen Vorgehensweisen einverstanden ist – oder eben nicht.


Arnold Kemenater

Bezirkssprecher der Freiheitlichen Jugend - Bozen Stadt und Land

Kommentare (2)Add Comment
Guenther Ambach
22. Juli 2009
Messner

Prinzipiell gebe ich dir Recht, auch wenn ich sagen muss, dass Messner hier sicher als Betreiber eines Museums vorstellig wurde und allgemein sicher nicht als "normaler Buerger" ,im wahrsten Sinne des Wortes, gesehen werden kann.
Meine Bitte deshalb, schaut der "Partei" auf die Finger und kritisiert alle Misstaende, bitte uebertreibt es aber nicht, es wird sonst nicht mehr ernst genommen....

Alles Gute und macht weiter so

Arnold Kemenater
23. Juli 2009
@ Günther

Danke für dein Kommentar.
Es stimmt schon, dass Herr Messner kein "normaler" Bürger ist, aber trotzdem darf seine Bekanntheit keine Ausrede dafür sein, dass er gegenüber Anderen bevorzugt wird. Es gibt viele Bürger die Ewigkeiten auf einen Termin mit dem Bürgermeister warten müssen und das für weit aus wichtigere Dinge als ein Parkplatz. Vor dem Gesetz müssen alle gleich sein, egal ob er in Südtirol bekannt ist oder nicht. Wenn das in Südtirol einmal funktionieren würde, dann wäre es ein großer Schritt in Richtung Bürgernähe!

P.S: Vielleicht sieht man sich am Kalterer Dorffest, dann können wir dort weiter diskutieren :-)

Grüße
Arnold

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