Die Freiheitliche Jugend

Problem Rechtsextremismus: dringend Klarheit gefragt!
Dienstag, 14. Juli 2009 um 16:04 Uhr
michael-demanega_fj_63Mittlerweile steht fest, dass sich Amtsdirektor Klaus Nothdurfter politisch „links“ einordnet und von „rechts“ nicht viel wissen will. Klar ist auch, dass seine Landesrätin, Frau Sabina Kasslatter-Mur, voll und ganz hinter ihrem Amtsdirektor steht. Von Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit stehen und die irgendwo als Vorbilder für die Jugend agieren, sollte man sich aber erwarten können, dass sie nicht nur mit zwei politischen Metaphern um sich werfen, sondern dass sie auch klar und deutlich erklären, was „links“ und was „rechts“ bedeutet. Nun, Herr Nothdurfter: was genau bedeutet bei Ihnen „rechts“ und was „links“? Was „linksextrem“ und was „rechtsextrem“? Und wie unterscheiden sich diese beiden Begriffe genau? In der Öffentlichkeit werden zurzeit wieder Diskussionen über den Besorgnis erregenden Rechtsextremismus geführt. Um es klar und deutlich zu sagen: uns Freiheitlichen bereiten diese Tendenzen auch Sorgen, weil Jugendliche falschen Vorbildern folgen, weil sie Positionen vertreten, die eine offene Gesellschaft nicht akzeptieren kann und weil sie damit sich selbst und ihrem Umfeld großen Schaden zufügen. Gegen derartige Umtriebe muss dringend etwas getan werden. Alle Verantwortungsträger sind darum aufgerufen, sich mit diesem Problem zu beschäftigen und klare und deutliche Worte zu wählen. Was auf jeden Fall niemandem nutzt, sind Vereinfachungen.

Deshalb ist es nicht sehr nützlich, wenn der Herr Amtsdirektor vereinfachend von „rechten Tendenzen“ spricht und damit alles und nichts meint. Um Klarheit in diese Diskussion zu bringen, empfehle ich dem Herrn Nothdurfter die Lektüre „Links und rechts“ von Norberto Bobbio. Vielleicht kann er sich dann ein klares Bild von „links“ und von „rechts“ und von „linksextrem“ und von „rechtsextrem“ bilden. Und vielleicht erklärt er dann im Nachhinein einmal unmissverständlich, was er genau unter „rechten Tendenzen“ versteht. Übrigens sollte der Amtsdirektor auch erklären, wie er es sich genau vorstellt, wenn er sagt, dass die Gesellschaft rechtsextreme Jugendliche integrieren sollte. Ist er sich bewusst, welche mediale Treibjagd man dann auf diejenigen veranstaltet, die seinen Ratschlägen folgen?

 

Michael Demanega
Landessprecher der Freiheitlichen Jugend
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