Die Freiheitliche Jugend

Keine Angst Herr Widmann: Es bleibt noch genug Arbeit für die nächsten 5 Jahre!
Freitag, 10. Juli 2009 um 13:03 Uhr
michael-demanega_fj_63Landesrat Thomas Widmann nutzt jede Gelegenheit, um über die Verbesserungen im Bereich Mobilität zu berichten, die in den vergangenen 5 Jahren erzielt wurden. Wortwörtlich: „Wenn es meine Schuld ist, was sich im Bereich der Mobilität in den vergangenen fünf Jahren alles verbessert hat, dann bin ich schuld“, (Dolomiten, 09/07/2009). Doch die Realität im öffentlichen Nahverkehr müsse auch kritisch betrachtet werden, so Michael Demanega, Landessprecher der Freiheitlichen Jugend.

„Es kann schon sein, dass sich in den letzten Jahren Grundlegendes in Sachen öffentlicher Nahverkehr getan hat. Das wäre dann aber ein schlechtes Zeugnis für die Verkehrspolitik vor der Ära Widmann. Denn auch heute muss noch sehr vieles getan werden, um den Anforderungen der Pendler und Zugreisenden gerecht zu werden. Der groß angekündigte Südtirol-Takt ist in den beiden Unterlandler Gemeinden Salurn und Margreid zum Beispiel noch immer nicht umgesetzt, weil einige Regionalzüge einfach vorbeifahren.

Dafür halten die Züge in den beiden Gemeinden Leifers und Branzoll, wo es eigentlich auch andere Möglichkeiten gäbe, nach Bozen zu kommen, zum Beispiel mit der 2er-Buslinie. Dann gibt es Probleme mit den Anschlussverbindungen: wenn die Züge mit Verspätungen in den Bahnhöfen ankommen – und das ist gar nicht so selten der Fall –, dann verpassen die Pendler ihre Anschlussverbindungen. Eigentlich müssten diese Anschlussverbindungen verpflichtet sein, auf das Eintreffen der Züge und somit der Pendler zu warten. Ein weiteres Problem sind schlussendlich die Fahrkartenautomaten. Während es in einigen Gemeinden des Unterlandes solche Automaten am Bahnhof gibt, sind solche in anderen Gemeinden nicht vorhanden. Zugreisende, die davon ausgehen, dass die Fahrkarte am Bahnhof erhältlich ist, müssen dann schauen, wie sie tun. Was würde ein Fahrkartenautomat in allen Bahnhöfen schon kosten? Eine solche Einrichtung müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein! Also keine Angst Herr Landesrat Widmann: die Arbeit wird Ihnen auch in den nächsten 5 Jahren nicht ausgehen – dafür werden die Pendler und Zugreisenden sorgen, die tagtäglich mit der Herausforderung öffentliches Verkehrswesen zu kämpfen haben!“ schreibt Demanega in einer Presseaussendung.

Kommentare (1)Add Comment
Ulli Mair
16. Juli 2009
Tja, der Tommy...

Lieber Michael,
wie wär's, wenn ihr deine Presseaussendung dem Mobilitätslandesrat in Form eines Briefes zukommen lassen würdet. Da wohl davon auszugehen ist, dass die Medien (wie übrigens meistens) nicht darüber berichten werden und dass sich der Widmann Tommy wohl eher auch nicht auf unsere Seite verirren wird, wäre es nicht schlecht, wenn ihr ihn persönlich kontaktiert.
Ob es was bringt, wage ich zu bezweifeln, aber wie heißt es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mitarbeiter aus seinem eigenen Büro sagen über ihn, dass er nur an 3 Dinge denken würde. (Es ist wahrscheinlich besser, diese 3 Dinge nicht beim Namen zu nennen, falls er sich doch hierher verirren sollte - hahaha) Schade. Wäre schön, wenn er auch an die Missstände rund um die öffentlichen Verkehrsmittel, an das Landespersonal usw. denken würde. Angesichts der Tatsache, dass der Landesrat nicht einmal seine Akten selbst unterzeichnet, könnte man den Schilderungen seiner Angestellten durchaus Glauben schenken.
Lg, Ulli

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