Die Freiheitliche Jugend

Bozner Bahnhofsgelände
Dienstag, 23. Juni 2009 um 09:27 Uhr

arnold-kemenater_fj_63Die Freiheitliche Jugend wies schon des öfteren auf die Missstände rund um das Bozner Bahnhofsgelände hin. Abgesehen davon, dass alles veraltet, verschmutzt und teilweise auch unhygienisch ist, fehlt es auch an den nötigen Infrastrukturen, um den Zugreisenden ein angenehmes Gefühl zu vermitteln. Der jetzige Bahnhof wirkt ausladend und niemand hält sich dort länger auf, als nötig. Wenn unsere Gäste am Bahnhof eintreffen, wird ihnen von Bozen kein guter Ersteindruck vermittelt.

Jetzt ist es aber endlich soweit und die Planung für einen neuen Bahnhof hat begonnen. Man wartet schon gespannt auf die ersten Entwürfe, doch leider gibt es schon im Vorfeld Diskussionen darüber, ob der Bahnhof verlegt wird oder ob er am selben Standort bleiben soll. Das Komitee „Rettet den Bahnhof“ spricht sich strikt gegen eine Verlegung des Bahnhofes aus und auch ich bin der Meinung, dass der jetzige Standort weitaus besser ist, als der neu geplante.

Es wäre wirklich schade, wenn der Bahnhof verlegt werden würde, denn je näher sich der Bahnhof zur Innenstadt befindet, umso vorteilhafter ist es auch für die Reisenden.

Zusätzlich zum Standort sollte man sich auch überlegen, wie man den Zugang zum Bahnhofsgelände gestaltet. Es ist viel zu gefährlich, wenn die Leute immer über eine stark befahrene Straße gehen müssen.

Eine Unterführung wäre die optimale Lösung und gleichzeitig könnte man in dieser auch eine Galerie mit verschiedenen Geschäften unterbringen. Der Bahnhof selbst sollte freundlich wirken und muss vor allem behindertengerecht eingerichtet werden. Der Innsbruck Bahnhof wäre eine tolle Vorlage für Bozen. Es muss kein überdimensionaler Bahnhof werden, aber er sollte sich dem Stadtbild anpassen und muss ein Ort sein, an dem man sich wohl und sicher fühlt. Ein Bahnhofsrestaurant und eine Bar sind genauso wichtig, wie kleinere Geschäfte und öffentliche Toiletten. Aber auch eine Gepäckablage und Schließfächer, wie sie auch in anderen Bahnhöfen vorzufinden sind, wären eine wichtige Voraussetzung für einen gut funktionierenden Bahnhof. Was man bei der Planung unbedingt berücksichtigen muss, ist ein bewachtes Fahrradparkhaus. Schon in meiner letzten Pressemitteilung wies ich darauf hin, dass ein Fahrradparkhaus nicht nur eine Aufwertung für die Stadt wäre, sondern auch ein großer Vorteil für die Pendler, wenn diese mit dem Fahrrad direkt vom Bahnhof zur Arbeit fahren könnten.

Lassen wir uns überraschen und hoffen wir, dass es nicht wieder ein Protzbau wird, der nicht zum Stadtbild passt und Unmengen an Geld verschlingt.

Es sollten die Wünsche der Pendler und der Stadtbevölkerung miteinbezogen werden, damit es ein Bahnhof für alle wird – ein Bahnhof eben, der Funktionalität und Gemütlichkeit miteinander verbindet und durch den sich ein Gast in Bozen auch wirklich willkommen fühlt!

 

Arnold Kemenater
F-Jugend Stellv. Landessprecher

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