| 86 Jahre „Marsch auf Bozen“ – Julius Perathoner auch heute Vorbild! |
| Mittwoch, 01. Oktober 2008 um 12:17 Uhr | |||
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Beim Blick in die Vergangenheit muss leider festgestellt werden, dass der Faschismus in Südtirol eigentlich nicht Geschichte, sondern immer noch Gegenwart ist. Faschistische Dekrete sind immer noch gültig, weshalb in Südtirol nur die faschistischen Ortsnamen amtliche Gültigkeit haben. Faschistische Machtbauten stehen (vor allem in Bozen) immer noch an ihrem historischen Ort und haben ihren faschistischen Charakter kein bisschen eingebüßt. Von Mahnmälern kann bei diesen unveränderten Faschistenbauten nicht im Geringsten die Rede sein; vor allem darum nicht, weil diese Bauten von Neofaschisten immer noch politisch missbraucht werden. Wenn man bedenkt, was seit 1922 mit Bozen passiert ist und dass der Faschismus in dieser Stadt auch heute noch lebendig ist, dann müsste eigentlich das deutsche Bozen ein Unbehagen („Disagio“) verspüren und nicht der italienische Teil. Der faschistische „Marsch auf Bozen“ hatte allerdings auch zur Folge, dass der dienstälteste und letzte deutsche Bürgermeister von Bozen, Julius Perathoner, abgesetzt wurde. Der nationalliberale Politiker der „Deutschfreiheitlichen Partei“ Südtirols war von 1895 bis 1922 Bürgermeister von Bozen, bis er schließlich am 2. Oktober 1922 von den Faschisten abgesetzt und durch einen faschistischen Amtsbürgermeister ersetzt wurde. Perathoner steht als Symbol für den Widerstand gegen den Faschismus, steht für das deutsche Südtirol und nicht zuletzt für uns Freiheitliche. Der unermüdliche Einsatz dieses freiheitlichen Politikers für Volkstum, Südtirols Eigenständigkeit und für Bozen soll auch uns Freiheitlichen von heute Vorbild und Ansporn sein.
Michael Demanega
Landessprecher der Freiheitlichen Jugend
Arnold Kemenater
Bezirkssprecher der Freiheitlichen Jugend
Bezirk Bozen Stadt und Land
Anlage: Biographie des Julius Perathoner
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