Die Freiheitliche Jugend

Schule muss politisch neutral bleiben
Montag, 22. September 2008 um 10:18 Uhr

Der Landessprecher der Freiheitlichen Jugend, Michael Demanega, nimmt zur Aussage des Südtiroler Jugendringes Stellung, welcher die Einführung des Pflichtfaches “Politische Bildung” fordert.

“Grundsätzlich teilt auch die Freiheitliche Jugend die Meinung, dass “Politische Bildung” zum Pflichtfach werden sollte. Genauso sehen wir es mit einem eventuellen Pflichtfach “Heimatkunde”. Wir wissen nur zu gut, dass die Heimatgeschichte zwar auf den Lehrplänen steht, aber aus welchen Gründen auch immer, von vielen Lehrpersonen nur am Rande oder gar nicht berücksichtigt wird. Damit weisen viele Jugendliche ein deutliches Bildungsdefizit auf, weshalb wir das Fach “Heimatkunde”, welches unter anderem Geschichte, Geographie, unsere politische Sonderstellung und Wesensart beinhalten sollte, einführen wollen. Zusammen mit der “Politischen Bildung” wäre somit ein gutes Angebot realisiert, welches für uns Südtiroler eminent wichtig ist – im Gegensatz zu dem von der Regierung vorgeschlagenen Fach “Staatsbürgerkunde und Grundzüge der Verfassung”, worunter man auch verstehen könnte, dass man uns Südtiroler zu ”guten Staatsbürgern”, also Italienern machen will,” meint Demanega.

“Darüber hinaus muss aber auch ein anderes Problem angesprochen werden. Die Einführung dieser Fächer ist zuallererst an die Bedingung zu koppeln, dass Südtirols Schulen wirklich politisch neutral unterrichten. Aus eigener Erfahrung und aus Erfahrungsberichten vieler Bekannter ist diese Tatsache in Südtirol bei Weitem nicht gegeben. Es gibt nämlich zum Beispiel Deutsch-Professoren, die nicht nur Grammatik und Rechtschreibung, sondern auch Meinungen bewerten. Was soll eine Schülerin denken, die einen kritischen Aufsatz über den Islam in Südtirol schreibt und dafür wegen des Inhaltes den Ärger der Lehrperson erntet? Wo die Lehrperson dann am Rande abwertend dazuschreibt “Wir sind kein Forum für braune Integrationsgedanken. Das sind Worte von Pius Leitner”? Ich weiß, was diese Schüler denken: entweder sie lassen sich einschüchtern oder sie stoßen – wie in diesem Fall – erst recht zu uns Freiheitlichen. Schule muss aber politisch neutral bleiben!” so Demanega abschließend.

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