Die Freiheitliche Jugend

Jugendliche brauchen Zukunftschancen
Donnerstag, 05. Mai 2011 um 18:50 Uhr

hannes-zingerle

Atypische Arbeitsverhältnisse abbauen!

Die Freiheitliche Jugend unterstützt anlässlich des für den morgigen Freitag ausgerufenen Generalstreiks die vom ASGB vorgebrachten Forderungen, die Politik möge sich mit Nachdruck gegen den Missbrauch mit atypischen Arbeitsverhältnissen einsetzen. Denn mittlerweile ist es auch in Südtirol bis hin zu den kleinen Betrieben üblich geworden, Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen oder Projektverträgen aufzunehmen und diese dann - nach Bedarf oder Gutdünken - immer wieder zu verlängern oder zu kündigen. Durch solche Vertragsformen werden aber die Zukunftschancen der Jugendlichen in eine sehr fatale Richtung gelenkt, denn es besteht immer das Risiko, dass bei Fälligkeit der Arbeitsvertrag ohne Vorwarnung plötzlich nicht mehr verlängert wird. Damit können die jungen Arbeitnehmer größere Planungen, sei es eine Mietwohnung zu beziehen bzw. sich eine Wohnung zu kaufen oder sanieren oder gar eine Familie zu gründen, nicht mehr machen.

Die Folgen werden in den nächsten Jahrzehnten sehr gravierend sein und dann auch wieder der Wirtschaft zum Nachteil gereichen. Aus diesem Grund sollten solche Arbeitsvertragsformen aus unserer Sicht nicht x-mal verlängert werden können, sondern nach 1,5 bis 2 Jahren in einen unbefristeten Arbeitsvertrag umgewandelt werden, damit eine konstante Arbeitsmöglichkeit gegeben ist und junge Arbeitnehmer nicht vielfach monatelang ohne Arbeit sind, um auf die nächste Projektarbeit zu warten. Wenn ein Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen Stellen abbauen muss, dann kann es dies auch mit unbefristeten Angestellten machen, wie es bereits derzeit mittels Lohnausgleichskasse usw. üblich ist. Wir von der Freiheitlichen Jugend warnen vor einer unheilvollen Entwicklung und rufen alle Verantwortungsträger auf, mit allen Mitteln zu verhindern, dass den Jugendlichen jegliche Zukunftsplanung genommen wird. Wenn heute falsche Weichenstellungen vorgenommen werden, müssen es die Jugendlichen später ausbaden.

Hannes Zingerle
F-Landesjugendstellvertreter

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