| Arme Jugend: Verbote sind der falsche Weg - Lasst auch die jungen Leute leben! |
| Freitag, 24. September 2010 um 12:26 Uhr | |||
|
Eines ist sicher: die heutige Jugend ist nicht zu beneiden. Immer mehr Verbote, immer mehr Pflichten. Angefangen bei den Führerscheinneulingen, die nun zum Fahren von kleinen Autos verdonnert werden. In der Verkehrsordnung gilt für sie Null-Toleranz mit rekordverdächtigen Strafen. Nun soll ihnen auch noch das Nachtleben verwehrt bleiben. Angefangen hat das ganze bei uns mit einer großangelegten Razzia bei einer Party in Meransen. Dem Veranstalter wurde vorgeworfen, Jugendlichen unter 16 Alkohol aufgeschenkt zu haben. Dass viele jener Jugendlichen bereits betrunken auf die Party kamen, interessierte keinen. Und nun geht das ganze bei den Festen und bei den Nachtlokalbetreibern weiter. Nun sind die Missetäter halt Pubs, Bars und Diskotheken. Die Schuldigen sind laut Behörden immer die Veranstalter. Auf die Idee, dass die Leute auch selbst ein wenig Verantwortung zeigen müssten, kommt scheinbar niemand. Es ist ja auch einfacher, den Veranstalter anzuzeigen als sich direkt mit dem Problem zu beschäftigen und Initiativen zu ergreifen. Gemeinden und andere Entscheidungsträger machen es sich da sehr einfach. Es werden Gesetze und Verordnung gemacht, die keine Rücksicht auf die Jugend nehmen. Die Entscheidungsträger, meistens Personen über 45 Jahre, glauben mit diesen Verboten den Jugendlichen Fehler zu ersparen, die sie vielleicht selbst früher gemacht haben. Aber wenn man genauer nachschaut, sind es genau jene, die in den 60er und 70er Jahren so sehr für die Freiheit der Jugend und deren Rechte gekämpft haben, die damals vielleicht sogar „Hippies“ waren. Nun wollen sie die Jugend in einen so engen Rahmen drücken. Die Jugend soll tolerant gegenüber der älteren Generation sein. Aber wie ist es umgekehrt? Auf die Frage, wie die Generationen vor uns gefeiert und gelebt haben, bekommt man meistens die schroffe Antwort: "Wir mussten viel arbeiten. Damals war alles anders. Damals war das noch kein Problem..." Aber arbeitet die heutige Jugend nicht auch hart? Ich denke, sie ist wahrscheinlich sogar noch dem größeren Leistungsdruck ausgesetzt in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation. Die ganzen Verbote schränken die Jugend immer mehr ein. Wahrscheinlich hätte man gern, dass die Jugend fleißig arbeitet, danach heimgeht und TV schaut, schlafen geht und versauert. Dass man, wenn man jung ist, gerne feiert, unter Leuten ist, auch mal gerne was trinkt will, niemand verstehen. Die Freiheitliche Jugend Bezirk Bozen Überetsch unterstützt daher die Aktion "Safe the Nightlife Südtirol - Rettet das Nachtleben Südtirol" Daher unser Appell an die Politiker und Gemeindevertreter: Immer mehr Verbote sind der falsche Weg! Lasst auch die jungen Leute leben! Mathias Unterweger Kommentare (2)
![]()
|



Die Freiheitliche Jugend
c/o Landessprecher Michael Demanega
Dornachstr. 5, 39040 Salurn
Tel.: 347 939 5408
Fax: 0471 946 301
E-Mail: info@freiheitliche-jugend.com