| Toponomastik-Entwurf der SVP: Ortsnamen werden zum Schacherobjekt! |
| Samstag, 07. August 2010 um 13:53 Uhr | |||
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„Eines hat die SVP-Jugend durch ihre Stellungnahme zur Toponomastik natürlich erreicht: „Europäische Lösung“ ist mittlerweile ein Modebegriff, der für alles und gar nichts mehr steht, meistens für nichts und für fragwürdige Kompromisse, denen man im Nachhinein den europäischen Stempel aufdrückt. Mit ein wenig Phantasie kann alles zur „europäischen Lösung“ erklärt werden, unter anderem auch eine Toponomastik-Lösung, die Ortsnamen zum Schacherobjekt einer Kommission macht und bei der tolomeische Gemeindebezeichnungen durchgehend akzeptiert werden. Ob man in Bezug auf eine solche Lösung der Ortsnamenfrage von einer „europäischen Lösung“ sprechen kann, ist mehr als fraglich!“ schreibt Michael Demanega, Landessprecher der Freiheitlichen Jugend, in einer Presseaussendung. Der Vorschlag der SVP-Fraktion im Südtiroler Landtag komme einer Scheinlösung gleich, weil es nicht so leicht und klar sein werde, den Gebrauch von Ortsnamen praktisch zu überprüfen und eindeutig festzulegen. In diesem Sinne seien unzählige Diskussionen, Polemiken, Verhandlungen und wahrscheinlich auch faule Kompromisse zu erwarten, schreibt Demanega. „Müssen wir davon ausgehen, dass „Vetta d’Italia“ zur amtlichen Übersetzung des Klockerkarkopfs wird, weil dieser Name bei den Italienern im Gebrauch ist? Dann hätte Tolomei definitiv gesiegt! Klar ist: Die historische Lösung wäre zweifelsohne die beste. Wir wissen aber, dass sich unser Land in den letzten 100 Jahren wesentlich verändert hat und dass eine heutige Lösung der Ist-Situation Rechnung tragen muss. In diesem Sinne wäre die Prozentlösung eine klare, saubere und gerechte Lösung, die alle Volksgruppen zufriedenstellen kann und die auch der internationalen Praxis entspricht. Fragen sollte man sich nun: Welche ist die „europäischere“ Lösung? Eine Prozentlösung, wie sie von der UNO empfohlen wird oder eine Schacherlösung Marke SVP, die alle Verantwortung auf eine Kommission schiebt und die Ortsnamen zum Schacherobjekt macht?“ schreibt Demanega abschließend. Kommentare (0)
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