Die Freiheitliche Jugend

Presseaussendung: Zuwanderung eine kulturelle „Bereicherung“?
Mittwoch, 16. Juni 2010 um 18:28 Uhr

michael-demanega_fj_63Wenn Peter Koler vom „Forum Prävention“ die Zuwanderung als kulturelle „Bereicherung“ bezeichnet, dann ist das in erster Linie seine persönliche politische Meinung. Auch Peter Koler wird einsehen müssen, dass die so genannte „multikulturelle“ Gesellschaft überall grandios gescheitert ist und dass es darum mehr als selbstverständlich ist, wenn sich viele Südtirolerinnen und Südtiroler in Sachen Zuwanderung ganz einfach folgendes erwarten: Kontrollierte Zuwanderung, Vorrang unserer Kultur, Druck zur Anpassung, Kostenwahrheit.

Am Beispiel Salurn zeigt sich konkret und praktisch, wie „Bereicherung“ in einem Dorf aussieht, in dem die Ausländergesellschaft bereits 20% der Gesamtbevölkerung ausmacht: Mehr Probleme, mehr Konfliktpotential und eine Situation, in der für die deutsche Bevölkerung die große Gefahr besteht, dass sie weiter in die Minderheit gedrängt wird. Ob es für uns deutsche Salurner schließlich eine „Bereicherung“ ist, wenn wir früher oder später nur noch einen Bruchteil der Salurner Dorfbevölkerung ausmachen, ist mehr als fraglich.

Die Zahlen sind in Salurn dramatisch: Laut Tageszeitung „Alto Adige“ machten ausländische Kinder im Schuljahr 2009/2010 an der deutschen Volksschule 25%, am deutschen Kindergarten 30%, an der italienischen Volksschule 40% und im italienischen Kindergarten 50% aus.

Die Südtiroler Landesregierung ignoriert diese Situation in Salurn und unternimmt rein gar nichts, um für klare Verhältnisse und prozentuelle Begrenzungen an den Kindergärten und Schulen zu sorgen. Institutionen und Politik betreiben eine Beschönigungs- und Ankündigungspolitik und lassen die betroffene Bevölkerung alleine. Gefragt ist in diesem Sinne nicht eine „Umerziehung“ der Südtiroler Bevölkerung, damit auch die Südtirolerinnen und Südtiroler die Zuwanderung (ähnlich wie Peter Koler) als „Bereicherung“ verstehen, sondern in erster Linie eine klare Haltung der Landespolitik in der Zuwanderungsfrage. Dort, wo Vertrauen in die Politik besteht, hat blinde Fremdenfeindlichkeit keine Chance.

Michael Demanega
Landessprecher der Freiheitlichen Jugend

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