Die Freiheitlichen

Pressekonferenz zur "Meinungsfreiheit" an Südtiroler Schulen
Donnerstag, 23. April 2009 um 14:15 Uhr

fj-pk_230409Damals vor 40 Jahren

Das Jahr 1968 hat symbolischen Charakter: es war das Jahr der linken Studentenrevolten. Bleibenden Charakter hat dieses Jahr 1968 hingegen deshalb, weil die Studenten von damals über den „Marsch durch die Institutionen“ die wirklich wichtigen Positionen in der Gesellschaft einnahmen.

So war es zumindest in der Bundesrepublik Deutschland. In Südtirol beschränkt sich dieser vordergründig auf einen Marsch in die Bildungseinrichtungen: unsere Schulen.

Die Folgen

In Kindergärten, Volksschulen, Mittelschulen und Oberschulen weht in Südtirol immer noch der „Geist von 1968“. Es handelt sich um eine äußerst fragwürdige politische Meinungsmache gegen politische, religiöse und kulturelle Überzeugungen, die mit dem linken Weltbild einiger Lehrpersonen nicht übereinstimmen. Auf dem Spiel steht dabei die Meinungsfreiheit!

 

1. Politische Agitation gegen Parteien, die nicht in das linke Weltbild passen

Lehrpersonen nehmen die Parteipolitik mit in die Schulstuben. Parteien, die nicht in das linke Konzept passen, werden „rechtsextrem“ diffamiert und bekämpft.

• Der Amtsdirektor für Jugend Klaus Nothdurfter nannte in einer öffentlich finanzierten Zeitschrift jene Jugendliche, die „rechts“ gewählt haben als „banal, mit eingeschränktem Blick/Winkel, präpotent, grob, verletzend, gewalttätig, aggressiv, arrogant, engstirnig, klischeehaft, lustlos, mutlos, passiv, hart, depressiv, kurzsichtig, egoistisch, wenig differenzierend oder risikobereit, menefegistisch, rassistisch, hedonistisch, auch dumm und billig, passiv, ängstlich, reaktionär, mies, fies, faul und simpel…“. Dieser Amtsdirektor hat laut Zeugenberichten auch Vorträge an Schulen gehalten und gegen „Die Freiheitlichen“ agitiert. Im Zusammenhang mit Auschwitz und Rechtsextremismus wohlgemerkt!

• Wenn das politische System Südtirols erklärt wird, dann haben bestimmte Lehrpersonen absolut kein Problem, die Parteien in diesem System zu bewerten und in einem Zuge werden dann bestimmte Parteien als „unwählbar“ und „extrem“ erklärt.

• Episode an einer Brunecker Oberschule: Diskussion im Fach Rechtskunde über Politik in Südtirol. Nachdem sich ein Schüler meldet und sich zur Partei „Die Freiheitlichen“ zugehörig erklärt, gibt die Lehrperson dem entsprechenden Schüler den Ratschlag: „Geh doch zu Deinem Führer!“

• Einige Schüler spielten in einem PC-Raum an einer Oberschule in Bruneck einen Werbespot der Freiheitlichen ab. Klar ist, dass dies nicht in den Unterricht gehört. Doch die Lehrperson drängte zu ganz anderen Handlungen: der Schüler, der an der Abspielung beteiligt war, sollte vom Parteiobmann der Freiheitlichen einen Brief anfordern, in welchem er erklären sollte, weshalb eine Freiheitliche Kandidatur bei Parlamentswahlen sinnvoll wäre, nachdem in den Augen der Lehrperson Südtirol im Edelweiß zusammenhalten solle.

 

2. Die Bewertung von Meinungen

Der Rotstift wird nicht nur dazu verwendet, um Grammatik- und Rechtschreibfehler zu korrigieren, sondern Meinungen zu bewerten.

• Eine Schülerin des Pädagogischen Gymnasiums in Bozen schreibt einen Aufsatz über das Problem der Rechte der Frauen im Islam. Die Lehrperson markiert einen Absatz als falsch und fügt hinzu: „Das sind braune Integrationsparolen von Pius Leitner.“ Die „falsche Meinung“ hat dann auch Einfluss auf die Aufsatz-Note. Die Schülerin ist in dieser Situation völlig verärgert und verunsichert – sie wirft den Aufsatz in den Müll, anstatt ihn gegen die Lehrperson zu verwenden, was in dieser Situation richtig und wichtig gewesen wäre!

 

3. Die Diffamierung der Heimatliebe

Tirol-Aufkleber, Tirol-Leibchen und Tirol-Fahnen werden in einigen Schulen verboten, weil angeblich andere Schüler ausgegrenzt werden. Verboten werden aber nur Tiroler Fahnen.

• In einer Schule in Uttenheim wurde eine ganze Schulklasse mit italienischen Fahnen eintapeziert. Italien-Aufkleber, Italien-Leibchen und Italien-Fahnen stören niemanden.

• Die Schützen werden von einigen Lehrpersonen und Direktoren ganz ungeniert als „rechtsextreme“ und politische Vereinigung diffamiert.

• Schüler singen auf einer Klassenfahrt in die Emilia-Romagna die Tiroler Landeshymne und „Dem Land Tirol die Treue“. Das veranlasst eine Lehrperson, Andreas Hofer als „Terroristen“ abzutun und eine weitere Lehrperson, das Andreas-Hofer-Lied als „falsch“ und „dumm“ zu bezeichnen. Der Höhepunkt: Ein bekannter Geschichte-Lehrer, der Funktionär der Grünen im Bozner Stadtrat war, nutzte die Gelegenheit, um über das Bus-Mikrofon das „rote, kommunistische Modena“ anzuhimmeln und die singenden Schüler als Rassisten zu beschimpfen, indem er ironisch sagte, es sei doch völlig nebensächlich, ob „Polen, Marokkaner und dieses Gesindel“ bei Arbeitsunfällen sterben würden.

 

4. Die Verheimlichung der Geschichte

Dass all das, was Tirol und Südtirol betrifft, im Schulunterricht zu kurz kommt – insofern dieses Thema überhaupt vorkommt –, ist eine Tatsache, die wohl niemand bestreiten kann. Wir sind der Meinung, dass pure Absicht dahinter steckt.

• Bestimmte Lehrpersonen argumentieren, dass die Lehrpläne zu eng seien. Wie man sieht, kommt es dabei nur auf den Willen an, denn Thematiken wie das „Nazi-Deutschland“ werden ohne weiteres fächerübergreifend und klassenübergreifend von der 1. bis zur 5. Klasse der Oberschule behandelt. Dafür wird Tirol oft gar nicht angesprochen.

• Eine Schülerin der Mittelschule wollte sich im Unterricht über die Südtirol-Geschichte informieren und bekam daraufhin die Frage gestellt: „Bist Du rechts?“

• Die Diffamierung der Person Andreas Hofer durch die Lehrpersonen: obwohl im Unterricht für Andreas Hofer kein Platz bleibt, bleibt genügend Platz, um ihn als „Feigling“, „Terroristen“ und „Spinner“ abzuwerten.

• Die ethnische Autonomie Südtirols wird von bestimmten Lehrpersonen als überholt erklärt, weil Alexander Langer ihr Ein-und-Alles ist, dessen politische Theorien im Schulunterricht wiedergegeben werden.

 

5. Propaganda im „Kampf gegen rechts“ und linke Indoktrinierung

Aus einem „Kampf gegen Faschismus“ wird ein „Kampf gegen Rechtsextremismus“, daraus ein „Kampf gegen rechts“ und daraus wiederum ein „Kampf für links“. Alles, was irgendwo links eingestuft wird, gilt als „gut“ und alles, was irgendwo als „rechts“ eingestuft wird, gilt als „böse“. Es kommt zu keinerlei Differenzierung, sondern zu absoluter Willkür.

• Die Unabhängigkeit Südtirols oder das Selbstbestimmungsrecht sind „böse“ und „rechts“.

• Kritische Haltungen in Hinsicht auf die Zuwanderung sind „rassistisch“ und „rechtsextrem“.

• Sozialismus ist gut, Abtreibung ist gut, Zuwanderung ist gut, Links ist gut, Italien ist gut, die 68er-Ikonen sind gut.. .

• Rechts ist böse, Südtirol ist böse, die Schützen sind böse, Marktwirtschaft ist böse, das Leistungs-Ertrags-Verhältnis ist böse, Andreas Hofer ist böse, die Südtiroler Freiheitskämpfer sind böse.. .

 

Die Meinungsdiktatur

Das Problem besteht in der Tatsache, dass Lehrpersonen sich nun einmal in einer Machtposition befinden und Schüler, die von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen, benachteiligt und diskriminiert werden. Die Schüler befinden sich in der schwächeren Position und haben niemanden, an den sie sich wenden können, weil Maßnahmen von Seiten der Lehrpersonen zu befürchten sind.

 

Unsere Forderungen

• Rücktritt des parteipolitischen Amtsdirektors Klaus Nothdurfter

• Politische Neutralität in Jugendsektor und Schulbereich und hartes Vorgehen gegen die politische Manipulation in diesen Bereichen!

• Jeder Schüler soll das Recht haben, Fragen an Lehrpersonen stellen zu dürfen, die seine Heimat, Kultur oder Geschichte betreffen, ohne vor beleidigenden und unsachlichen Antworten seitens der Lehrpersonen Angst haben zu müssen.

• Schaffung einer Reklamationsstelle im Schulamt, an welches sich Schülerinnen und Schüler wenden können, die von politischer Indoktrination betroffen sind!

 

 

 


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