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Gemischtsprachige Schulen: Sprache ist Identität |
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Freitag, 21. Oktober 2011 um 19:42 Uhr |
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Das muttersprachliche Prinzip war bisher immer einer der Eckpfeiler unserer Autonomie. Dass man nun auch auf Seiten der SVP offen nach Schlupflöchern sucht, um dieses Prinzip schrittweise zum Einsturz zu bringen, belegt, dass man längst nicht mehr weiß, wo es langgehen soll mit Südtirol. Die Argumente zugunsten gemischtsprachiger Schulen sind dabei mehr als einseitig: Alternativen werden ausgeblendet, Probleme und Risiken unterschlagen, Tatsachen ideologisch halbiert. Anstatt nämlich offen nach Möglichkeiten zu suchen, um den Fremdsprachenunterricht im bisherigen System zu verbessern, hat man sich unter dem Druck angeblicher Neuerkenntnisse in der internationalen Sprachforschung längst auf einen gemischtsprachigen Unterricht versteift, der nun bereits im Kindergarten „spielend“ Einzug feiern soll. Dass es unter anderem auch Studien gibt, die das exakte Gegenteil dessen belegen, scheint wohl nicht in das Weltbild der Verantwortlichen zu passen. Alles in allem scheint man sich in Südtirol heute nicht mehr bewusst zu sein, dass Sprache nicht nur Kommunikationsmittel ist, sondern immer auch Identität bedeutet. Wie lange wir uns eine solche Leichtsinnigkeit wohl leisten können?
Michael Demanega Landessprecher der Freiheitlichen Jugend
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