Die Freiheitliche Jugend

Versprochen – gebrochen: SVP-Politik in Südtirol
Donnerstag, den 28. Juni 2012 um 09:23 Uhr

geld"Alle europäischen Fahrsicherheitszentren arbeiten nicht nur kostendeckend, sondern sogar gewinnbringend. Warum nun darüber spekuliert wird, dass dies in unserem Fall anders sein sollte, entzieht sich meiner Kenntnis und ist für mich auch nicht nachvollziehbar" schreibt LR Thomas Widmann am 03.09.2004 in einer Presseausendung über die „völlig unqualifizierten und unseriösen Aussagen“ der Opposition, wonach das Fahrsicherheitszentrum „zu teuer, zu groß und auf Dauer defizitär“ sei. Am 27. Juni 2012 wird nun in der „Neuen Südtiroler Tageszeitung“ bekannt, dass das Land für das Fahrsicherheitszentrum wieder viel Geld locker machen muss, damit dieses über die Runden kommt. Landesrat Thomas Widmann: „Der Safety Park muss nicht schwarze Zahlen schreiben. Hauptsache, wir machen den Straßenverkehr sicherer.“ Nun, Herr Landesrat „Tommy“ Widmann: Den Straßenverkehr hätte man vielleicht auch mit einer kleineren, effizienteren, bescheideneren Anlage sicherer machen können. Nur war man ja entgegen aller Kritik so sehr davon überzeugt, mit diesem Park in dieser Größenordnung kostendeckend arbeiten zu können. Welche bzw. wessen Aussagen waren im Nachhinein nun wohl völlig unqualifiziert und unseriös?

Fakt ist: Wir haben es beim Flughaben erlebt und wir erleben es u.a. auch beim Fahrsicherheitszentrum. Immer stehen am Anfang leere Versprechungen, die wohl nie dazu gedacht waren, auch eingehalten zu werden. Immer stellt sich im Nachhinein heraus, dass es eigentlich anders ist. Ständig beweist die SVP-Landesregierung damit wenig Wirtschafts- und Verwaltungskompetenz. Ständig gehen Versprechungen und Ansagen und die Realität auseinander, weil es ständig nur darum geht, sich selbst über die nächste Wahl zu retten und ein Denkmal zu schaffen. Klartext für Südtirol? Interessiert auf SVP-Seite niemanden. Damit das Fahrsicherheitszentrum künftig kostendeckend sein wird, wird man wohl viele Bürgerinnen und Bürger - vor allem Jugendliche - für viel Geld zum Fahrsicherheitstraining "verdonnern", damit die Bilanz halbwegs stimmt. Die Südtirolerinnen und Südtiroler wurden wieder einmal reingelegt.

Michael Demanega

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