| Hanspeter Munter ist nicht das Problem |
| Mittwoch, 12. Januar 2011 um 19:18 Uhr |
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Die Fragen, die wir uns in diesem Zusammenhang stellen müssen, sind dabei eigentlich andere: Wieso sitzt Munter nun schon seit zwei Jahrzehnten im Landtag? Wieso war er bisher für die SVP immer so "günstig" und "kompetent"? Wieso hat der Problemfall Munter, wieso haben andere Fälle von öffentlichen Doppel- und Mehrfachverdienern bisher in der politischen Auseinandersetzung kaum eine Rolle gespielt? Wieso spielen alle wesentlichen Verbände in Südtirol (LVH, HGV und natürlich SBB) reine SVP-Vorfeldorganisationen? Welches faule Spiel treiben diese Verbände vor allen wichtigen Wahlen? Sind diese Verbände rein zufällig immer wieder Kaderschmieden für angehende SVP-Karrieristen? Wieso gibt es in Südtirol so viele Posten, die nach Parteikartl und nicht nach Kompetenz vergeben werden? Wieso zählt in Südtirol die Parteizugehörigkeit mehr als alle Studientitel? Wieso werden Posten nicht nach öffentlichem Wettbewerb vergeben, sondern nach Diktion des Landeshauptmannes und der Landesregierung? Wieso gibt es in Südtirol so viele Doppel- und Mehrfachverdiener, die in öffentlichen und halböffentlichen Körperschaften ordentlich abkassieren und sich dabei eine goldene Nase verdienen? Hat schon irgendjemand einmal nachgerechnet, wie viele öffentliche Ämter bestimmte Personen gleichzeitig besetzen? Wie viel sie daran im Verlauf ihrer Karriere verdient haben?Sind diese Fragen beantwortet, können wir dann über Munter reden. Denn Munter ist nicht wirklich das Problem. So genannte "Munters" gibt es in Südtirol viele und der nächste "Munter" steckt bestimmt schon in den Startlöchern. Wer jetzt Hanspeter Munter zum "Sündenbock" erklärt und das System begünstigt und fördert, das solche Karrieren und solchen Filz ermöglicht, ist alles andere als glaubhaft. Bekämpft werden müssen einmal mehr die Ursachen und nicht die Konsequenzen. Wie gut, dass es in Südtirol die Freiheitlichen gibt. Denn eines kann man nicht oft genug festhalten: Südtirol gehört DIR und nicht der SVP! Michael Demanega Kommentare (0)
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