| "Gott sei Dank" gibt es das Siegesdenkmal! |
| Dienstag, 31. August 2010 um 11:39 Uhr |
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Mir wäre es selbstverständlich am liebsten, wenn man dieses Siegesdenkmal ein für alle male abreißen würde, weil das Denkmal einem ständigen Affront uns Deutschen und Ladinern in Südtirol gegenüber gleichkommt und weil man mit einem Abriss die ständigen Diskussionen endlich beenden würde. Eine einzige Sache bereitet mir aber Bauchschmerzen: Würde es dem Geiste Tolomeis nicht am ehesten entsprechen, wenn man dieses Denkmal abreißt? Derzeit ist es nämlich so, dass dieses Siegesdenkmal mehr oder weniger das "alte", deutsche Bozen, vom "neuen", italienischen Bozen trennt. Es steht als Zeichen dafür, dass Bozen nicht immer schon mehrheitlich italienisch war, sondern dass diese Entwicklung einzig und allein durch eine durch den Faschismus bewirkte Masseneinwanderung herbeigeführt wurde. Wenn das Denkmal nicht mehr steht, dann haben es hingegen all jene leicht, die uns nach Tolomeis Vorbild und im Sinne eines Multikulturalismus klar machen wollen: Südtirol war immer schon gemischtsprachig. Dass dem nicht so ist, verdeutlicht dieses Denkmal - allerdings nur jenen, die die Geschichte der Italianisierungsbestrebungen Südtirols seit Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts kennen. Deshalb soll das Denkmal meiner Meinung nach in Landesbesitz übergehen und umgebaut werden: Nicht nur als Mahnmal gegen Faschismus und Nationalsozialismus, sondern auch als Dokumentationsarchiv einer angestrebten Italianisierung Südtirols, die vor dem Faschismus begann, die im Faschismus totalitäre Ausmaße annahm, die aber auch im demokratischen Italien weiter verfolgt wurde.Michael Demanega Kommentare (0)
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