Die Freiheitliche Jugend

"Frei heraus!": Die Demographielüge
Montag, 02. August 2010 um 10:31 Uhr

weltkugelVon E. M. Arndt *

Diese Woche erschien die ASTAT-Statistik über die Geburtenentwicklung in Südtirol im Jahr 2009. Das Ergebnis:

Im letzten Jahr wurden in Südtirol 5.232 Kinder geboren. Die Geburtenzahl ging somit um 4,2 % gegenüber 2008 zurück und ist die tiefste seit Beginn der Aufzeichnungen. Eine ansässige Frau bringt im Schnitt 1,55 Kinder zur Welt. Mit diesen Zahlen liegt Südtirol im Durchschnitt der EU. Auch in vielen anderen europäischen Ländern gehen die Geburtenzahlen seit längerer Zeit zurück. Die typischen Reaktionen der meisten regierenden Politiker sind dann eine vorgetäuschte Bestürzung und die ewiggleichen Floskeln zur Verbesserung der Familienpolitik, auf denen in den seltensten Fällen Taten folgen. Linke und grüne Politiker fordern dann oft noch, in ihrer Multikulti-Träumerei, den Geburtenschwund durch noch mehr Zuwanderung zu kompensieren.

Aber warum dieses allgemeine Streben nach ständiger Zunahme der Bevölkerung? Das derzeitige Rentensystem ist in mittlerer Zukunft ohnehin nicht mehr tragbar, darüber sollte man die Bevölkerung nicht anlügen.

Wenn es in Europas Staaten eine stetige Bevölkerungsabnahme gibt, dann ist das eine gute Entwicklung und im Einklang mit der Natur. Unser Kontinent ist überbesiedelt. Es gibt viel zu viele Städte und (hässliche) Großstädte. Die weltweite Situation ist noch um einiges schlimmer. Durch das rasante globale Bevölkerungswachstum wird es nicht nur vermehrt Millionen-Metropolen mit riesigen Slums und Ghettos geben, nein, unser Planet wird auch bald die Grenzen seiner Kapazität erreichen. Wenn erstmal eine Weltbevölkerung von 10 Milliarden überschritten wird, ist das mehr als die Erde mit ihren Ressourcen verkraftet. Der Mensch zerstört somit seine eigenen Lebensgrundlagen. Hungersnöte, soziale Spannungen, Krisen und Konflikte wären die Folge. Es sind also nicht wir Europäer, die mehr Kinder bekommen müssten, sondern es liegt vor allem an den Afrikanern und Asiaten weniger Kinder zu kriegen.

Kommentare (5)Add Comment
Michael Demanega
02. August 2010
Zuwanderung, Bevölkerungsrückgang, Zuwanderung

Es sollte sich endlich die einzig ehrliche Denkweise durchsetzen: Entweder wir sorgen selbst für mehr Nachwuchs oder wir sind (angeblich) zum Scheitern verurteilt! Und dann sollte endlich Schluss sein mit dieser ganzen Zuwanderungs-Ideologie, die uns langfristig gesehen kein einziges Problem löst, sondern nur noch mehr Probleme beschert! Aber das wird man wohl erst dann einsehen, wenn es zu spät ist. Inzwischen lässt man keine kritische Diskussion zu, indem öffentlich finanzierte Tugendwächter wie die Jungs vom "Forum Prävention" jedwelche Kritik mit populistischen Slogans und morschen Extremismus-Keulen niederschmettern. Nur: Wer die Realität kennt, enttarnt das alles als rein ideologisches Geschwätz ohne Bezug zur Realität. Und wer die Realität nicht kennt, sollte sich eine Großstadt ansehen oder meinetwegen auch meine Heimat Salurn, in der sich eine Zuwanderung von Ausländern und gleichzeitig eine Auswanderung von Einheimischen vollzieht (wieso wohl?).

Karl
12. August 2010
wieso nicht wirklich "frei heraus?"

die frage ist ja, warum in der rubrik "frei heraus" anscheinend alle unter pseudonym schreiben (der hinweis fehlt in diesem beitrag übrigens derzeit). so bahnbrechend neu oder aneckend oder "ilegal" sind die meinungsäußerungen ja nicht...

wenn die freiheitlichen immer frei zu ihrer meinung stehen würden, dann bräuchten sie kein pseudonym.

fraglich finde ich auch die nutzung von namen real existierender (wenn auch toter) personen. das halte ich für äußerst fragwürdig, insb. wenn - wie beim obenstehenden artikel - der hinweis fehlt, dass hier nicht die meinung vom "echten" ernst moritz arndt wiedergegeben wird.

mir drängt sich da eher der verdacht auf, dass hier künstlich zusätzliche inhalte generiert werden, die von denselben schreibern stammen, die sonst hier auch veröffentlichen. so kann man sich selbst noch komentieren und die webseite wirkt so, als wäre sie voller leben...

da wähl ich doch glatt auch mal ein pseudonym, wenn das jetzt "in" ist ;-)

Michael Demanega
12. August 2010
Ertappt!

Zum Nachdenken: Vielleicht bedeutet "E.M." auch "Erika Maria"? Dass früher oder später einmal der Verdacht aufkommen würde, die Pseudonyme seien einfach nur dazu da, die Seite mit Inhalten zu füllen, war mir von Anfang an klar. Mich wundert es nur, dass der Vorwurf nicht früher kam! Mein Tipp an all jene, die diesen Verdacht hegen und teilen und die wirklich meinen, wir hätten das nötig: Bitte bleibt bei diesem Verdacht! Glaubt bitte ganz fest daran! Wenn ihr Glück habt, dann ist es so. Wenn ihr Pech habt (und ihr habt Pech!), dann aber leider nicht!

Und um eines vorweg zu nehmen: Ja, hinter dem Pseudonym "Karl" steckt auch jemand von uns. Wir konfrontieren uns absichtlich mit solch schwachen Vorwürfen, damit uns die Beantwortung leichter fällt. Und weil wir wenig kreativ sind und Probleme mit der Orthographie haben, verzichten wir auf die Großschreibung und ahmen jene nach, die vor 40 Jahren einmal meinten, wie "in" und "revolutionär" sie damit seien ;-) Die Wahrheit ist leider: Sie waren es nicht und sind es auch heute nicht.

karl
12. August 2010
gut gebrüllt...

sehr gut, schon ganz der große politprofi. denunzieren und lächerlich machen und dem kern (warum stehen junge freiheitliche nicht zu ihrer meinung und können diese offen und mit klarnamen vertreten) ausweichen.

so sieht souveräner umgang mit andersdenkenden aus!

Michael Demanega
13. August 2010
wieso nicht wirklich "frei heraus?"

Was soll ich Dir auf Deinen Verdacht schon auch antworten, bei dem ich nicht im Geringsten das Gefühl habe, dass er uns gegenüber gut gemeint war? Zu Deiner Frage: "Warum stehen junge Freiheitliche nicht zu ihrer Meinung und können diese offen und mit Klarnamen vertreten?" Falls es noch nicht klar sein sollte: Ich unterzeichne alle meine Beiträge namentlich. Und die anderen jungen freiheitlichen Funktionäre machen das ebenso. Die Kategorie "Frei heraus!" haben wir deshalb eröffnet, weil es in Südtirol im Jahr 2010 noch immer nicht möglich ist, zu seiner Meinung zu stehen, ohne Nachteile und Keulen jeglicher Art in Kauf nehmen zu müssen. Ja, wir haben in Südtirol ein Problem mit freier Meinungsäußerung! Und solange sich daran nicht endlich etwas ändert, bieten wir interessierten Jugendlichen und Außenstehenden die Möglichkeit zum Pseudonym.

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