Die Freiheitlichen

Analyse: Bozner Bahnhofsgelände
Samstag, 20. Juni 2009 um 20:55 Uhr

arnold-kemenater_fj_63Schon des öfteren verwies die Freiheitliche Jugend auf die Missstände rund um das Bozner Bahnhofsgelände hin. Abgesehen davon, dass alles veraltet, verschmutzt und teilweise auch unhygienisch ist, fehlt es auch an den nötigen Infrastrukturen, um den Zugreisenden ein angenehmes Gefühl zu vermitteln. Der jetzige Bahnhof wirkt einfach ausladend und niemand hält sich dort länger auf, als nötig. Wenn unsere Gäste am Bahnhof eintreffen, wird ihnen von Bozen kein guter Ersteindruck vermittelt.

Jetzt ist es aber endlich soweit, die Planung für einen neuen Bahnhof hat begonnen und man wartet schon gespannt auf die ersten Entwürfe. Doch leider gibt es schon im Vorfeld Diskussionen darüber, ob der Bahnhof verlegt wird oder ob er am selben Standort bleibt. Das Komitee „Rettet den Bahnhof“ spricht sich strikt gegen eine Verlegung des Bahnhofes aus und auch ich bin der Meinung, dass der jetzige Standort weitaus besser ist, als der neu geplante.

Es wäre  wirklich schade, wenn der Bahnhof verlegt werden würde, denn je näher sich der Bahnhof zur Innenstadt befindet, umso vorteilhafter ist es auch für die Reisenden.

Zusätzlich zum Standort sollte man sich auch überlegen, wie man den  Zugang zum Bahnhofsgelände gestaltet. Es ist einfach viel zu gefährlich, wenn die Leute immer über die Straße gehen müssen.

Eine Unterführung wäre eine optimale Lösung und gleichzeitig könnte man dort auch eine Galerie mit verschiedenen Geschäften errichten. Der Bahnhof selbst sollte freundlich wirken und vor allem soll er behindertengerecht eingerichtet werden. Der Bahnhof von Innsbruck wäre eine tolle Vorlage für Bozen. Es muss kein überdimensionaler Bahnhof werden, aber er soll sich dem Stadtbild anpassen und es soll ein Ort sein, wo man sich wohl und sicher fühlt. Ein Bahnhofsrestaurant und eine Bar sind genauso wichtig, wie kleinere Geschäfte und öffentliche Toiletten. Aber auch eine Gepäckablage und  Schließfächer, wie sie auch in anderen Bahnhöfen vorzufinden sind, sind eine wichtige Voraussetzung für einen gut funktionierenden Bahnhof. Was man noch unbedingt mit einplanen muss, ist ein bewachtes Fahrradparkhaus. Schon in meiner letzten Pressemitteilung wies ich darauf hin, dass so ein Fahrradparkhaus nicht nur eine Aufwertung für die Stadt ist, sondern für die Pendler auch ein großer Vorteil, wenn sie mit dem Fahrrad direkt vom Bahnhof zur Arbeit fahren können.

Lassen wir uns überraschen und hoffen wir, dass es nicht wieder ein Protzbau wird, der nicht zum Stadtbild passt und Unmengen an Geld verschlingt.

Es sollten die Wünsche der Pendler und der Stadtbevölkerung miteinbezogen werden, damit es ein Bahnhof für alle wird.

Es soll ein Bahnhof werden, der Funktionalität und Gemütlichkeit miteinander verbindet.

Ein Bahnhof, wo sich ein Gast in Bozen auch wirklich willkommen fühlt!


Arnold Kemenater

Kommentare (4)Add Comment
nobody
24. Juni 2009
sehr interessant!

wow, da hat wohl einer das rad neu erfunden ;-) die zeit könnte man sicher besser investieren, als in tagträume... außerdem ist es noch etwas früh für die wunschliste ans christkind =)

Arnold Kemenater
24. Juni 2009
@ nobody

Wenn sie meine "Wunschliste" kritisieren und mich als Tagträumer betiteln, dann frage ich mich warum diese Einrichtungen in anderen Städten schon längst errichtet sind. Was ist für sie an diesen Vorgaben so unrealistisch, dass sie glauben es sei unmöglich diesen Wünschen nachzukommen?
Ich bitte um eine genauere Stellungnahme. Danke.

Liebe Grüße
Arnold Kemenater

Michael Demanega
24. Juni 2009
Bahnhof Bozen muss erneuert werden

Wenn es drauf ankommt, dann ist Südtirol also doch nicht besser, als die Anderen. Was Innsbruck und Nordtirol können, können Bozen und Südtirol also nicht.
Der Ausbau oder Neubau des Bozner Bahnhofes ist aber wichtig:
- Über einen Ausbau des Bozner Bahnhofes könnte man beweisen, dass man es in Sachen Schienenverkehr ernst meint.
- Eine Investition in den Bozner Bahnhof wäre auf jeden Fall zukunftsträchtiger, als die Millionen, die jährlich in den defizitären Flughafen gesteckt werden.
- Ein neuer Bahnhof wird dem Tourismus nutzen. Man bedenke nur, wie viele Bahnreisende jährlich von Deutschland nach Italien reisen und umgekehrt. Der aktuelle Bahnhof Bozen wirkt vor allem ausladend. Und er ist nicht effizient an das Südtiroler Verkehrssystem und die Infrastrukturen in Südtirol angebunden.

Mit freiheitlichen Grüßen,
Michael Demanega

ein blauer
24. Juni 2009
@ all


eine derart reiche urlaubsregion, die diejenigen besucher, welche nicht mit dem eigenen fahrzeug anreisen mit einem 'bahnhof' auf dem technischen stand der 50er jahre begrüsst, hat dringenden nachholbedarf - da muss man herrn kemenater in allen punkten recht geben.

welche der in die diskussion eingebrachten ideen am ende realisierbar sind und welche nicht, kann nur eine entsprechende machbarkeitsstudie zum standort zeigen, was vor dem hintergrund der dann anstehenden investitionen kein thema sein sollte.


ein blauer

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